milena kunz bijno

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Milena Kunz Bijno | Löwenburgstraße 37 | 53604 Bad Honnef / Rhöndorf | Tel 02224 - 73949 | EMail milenakunzbijno(at)yahoo.de

Spiritualität

„Lichtwege“

Ausstellung von Milena Kunz-Bijno

7.11.2013- 20.2.2014

Milena Kunz-Bijno widmet sich seit ihrem Londoner und Bonner Hochschulstudium vornehmlich den Bereichen: Malerei, Objektkunst sowie Lyrik und Prosa. Die zentrale Domäne der in Rhöndorf lebenden Künstlerin ist die experimentelle Entwicklung innovativer Collagen, die vielfach gekoppelt werden mit abstrakter Malerei. Profunde Kenntnisse der Kunstgeschichte, intensive Reiseaktivitäten und durch die Verehelichung mit einem Diplomaten bedingte Auslandserfahrungen sowie kontinuierliche Indienaufenthalte stehen im Hintergrund Pate für ein zyklisch gebündeltes Gesamtwerk.

„Lichtwege“ verkörpert ein komplexes Langzeitprojekt, eigens aufgestockt durch Novitäten für die Räume des Johanniter Krankenhauses Bonn. „Jedes Leben ist ein Weg. Meiner hatte mit Farben und Leinwänden zu tun und mit der inständigen Suche nach dem Licht“, so die 1942 in Turin geborene Künstlerin. Die aktuelle Bilderstrecke zehrt von einer warmen, leuchtenden Farbenskala, darunter vornehmlich suggestive Ocker- und Safrannuancen, Rost- und Tiefrotvarianten, schimmerndes Blattgold und flimmerndes Silber. Die poetisch, meditativ und nicht selten spirituell oder philosophisch grundierten  Kompositionen spiegeln über subtile Auslotungen von Licht und Schatten hinaus Prinzipien wie Symbiose, Synthese, Fusion wider. So verdichten sich in den Gedankenbildern von Milena Kunz-BijnoSchwerpunkte wie Yin und Yang, Himmel und Erde, Okzident und Orient, Materie und Geist, Ruhe und Bewegung, Lyrik und Dramatik.

Die Vereinigung von Polaritäten vollzieht sich im Medium Collage und deren kontroverse Materialapplikationen. Aus Indien stammende Stofffetzen (ornamentierte Seide, Damast, Brokat), Maltücher, Seidenpapiere, Devotionalien und andere, oft antike Sammlertrophäen zählen zum Inventar der Materialcollagen. Eine aktuelle, kompositorisch ästhetisierte Inspirationsquelle ist die „Kesa“, eine buddhistische Ordenskutte, die traditionsgemäßvon angehenden Mönchen oder Nonnen in langwieriger Handarbeit aus Stoffresten (gebrauchte Textilien, Krankenhaus- und Leichentücher) angefertigt und Weiß (Reinheit, Entsagung) oder Gold (Erleuchtung) eingefärbt wird.

Das rund 40-teilige Ensemble „Lichtwege“ projiziert ebenso lyrisch getönte Naturräume, malerische Architekturen sowie Abstecher in die Kulturgeschichte.

Text: Christina zu Mecklenburg, Bonn, 10. November 2013



Die Karwoche mit Milena














Ihn sehen und lieben!


Gründonnerstag


Ein Gesicht –

3 Gesichter

Wer sieht sie?

Ich muss sie sehen

sonst verstehe ich nichts

Ich muss sie suchen

sonst finde ich nichts

Ich muss sie fühlen

sonst gibt es keine Auferstehung

  

  

    
















 


















 


Karfreitag


Blut und Schmerz

Tränen und Trauer

Hilflos und sinnlos

für die Mutter

die den Kopf hebt

um ihrem leidenden Sohn Kraft zu geben

Ich glaube an Dich

Sohn und wunderbarer Mensch

der mir so tief in meiner Sehnsucht Platz genommen hat

  

Ich bleibe hier und warte

erwarte Dich in der Hoffnung

die noch keinen Namen hat

  







































Karsamstag


 Alles ist tot

alles ist grau und hoffnungslos

die Kreuze sind noch zu sehen

 und die beiden an Jesus Seite auch

Was soll das

Warum das alles

Wer gibt eine Erklärung

für das, wie es weitergehen soll

Das kann doch nicht alles gewesen sein!

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  


























Karsamstag


Der Vorhang ist gerissen

der die Welt mit Gott verband

Graue Asche hält Einzug in die Stadt Jerusalem

auf Golgotha sieht man – nichts mehr

Alles ist geschwärzt im Leid der Sühne

keiner weiß, was geschah

im Nebel liegt die Sonne

die Welt steht nicht mehr auf

  


































Ostersonntag


Das Grab ist leer, der Held erwacht, der Heiland ist erstanden!

Da sieht man Seiner Gottheit Macht, sie macht den Tod

zuschanden.

Was ist denn hier los?

Wer hat den Leichnam gestohlen

Wer hat die Türe geöffnet

 und wo ist er, ER?

  

Im Garten sieht Magdalena Jesus

Sie ruft ihn „Rabbuni“

kann es nicht glauben

aber ER ist ES!

 

Und die Schaufel zeigt

 dass das Grab geöffnet ist

der Garten Gethsemane zeigt Frühling

Und goldenen Himmel

und helle Sicht

alles ist erkennbar

erkennbar mit dem Auge der Liebe

  

Jesus ist auferstanden!

  

Juchhu!

  

  

  

  

  

  










Für Milena von Waltraud Weiß